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Im Namen des Gesetzes


Interne Ermittlungen

02.05.2017 21:55 Uhr (50 Min)

Im Namen des Gesetzes - Interne Ermittlungen - Episode - RTLplus

Bei einem Übungsschießen baut sich die junge Polizistin Christine Kallmann - unbemerkt von ihren Kollegen - hinter einer Schießscheibe auf und wird so von Ingo Reitz, dem Dienstgruppenleiter der Polizeiwache, auf der Christine Kallmann Dienst tut, erschossen. Als der zunächst ermittelnde Hauptkommissar einen deutlichen Hinweis ignoriert, dass sich die Polizistin umbringen ließ, weil sie auf ihrer Wache gemobbt wurde, werden ihm die Ermittlungen entzogen, und Kehler und Bonhoff übernehmen den Fall. Alle Kollegen der Wache, auf der Christine Kallmann ihren Dienst versah, bestreiten jedoch, dass sie gemobbt wurde. Als Kehler und Bonhoff mit dem Vater der toten Polizistin deren Apartment überprüfen wollen, stellen sie fest, dass kurz zuvor eingebrochen wurde. Ein sichergestellter Sohlenabdruck stammt von einem Schuh, wie er bei der Streifenpolizei getragen wird. Der Sohlenabdruck kann eindeutig dem Schuh eines Polizisten der fraglichen Wache zugeordnet werden. Doch Reitz behauptet, der Kollege habe in seinem Auftrag in dem Apartment ermittelt. Kehler und Bonhoff halten Reitz vor, er habe belastendes Material aus dem Apartment verschwinden lassen wollen. Staatsanwältin Glaser ist nämlich inzwischen ein Hefter mit Kopien von Beschwerdebriefen der toten Polizistin anonym zugeschickt worden. Keines der Originalschreiben war ordnungsgemäß in der Personalakte Christine Kallmanns abgeheftet worden. Reitz gibt zu, die Originale vernichtet zu haben, rechtfertigt sein Verhalten aber damit, er habe den Ruf der Wache retten wollen. Als Oberstaatsanwalt Lotze gegenüber dem Dienstvorgesetzten von Reitz darauf besteht, dass der Dienstgruppenleiter und dessen des Einbruchs überführter Kollege sofort vom Dienst suspendiert werden, stößt er auf Ablehnung.

Der Oberstaatsanwalt solle erst einmal stichhaltige Beweise für seine Anschuldigungen vorlegen. Lotze und Glaser vermuten, dass ihnen der Hefter mit den Beschwerdebriefen Christine Kallmanns von deren Kollegin Sarah Wegert zugespielt wurde. Sie hoffen, über die Polizistin endlich die Missstände auf dieser Wache aufklären zu können. Als Lotze mit ihr sprechen will, entzieht sie sich einer Vernehmung. Der Oberstaatsanwalt nimmt die Verfolgung auf und kann im letzten Moment verhindern, dass sich die Polizistin ebenfalls das Leben nimmt. Sarah Wegert ist nun bereit auszusagen. Von ihr erfahren die Ermittler, dass Reitz die Kollegen der Wache gegen Christine Kallmann regelrecht aufgehetzt hatte. Die Kollegin war schließlich so mit den Nerven herunter, dass sie ihren Selbstmord ankündigte. Anstatt ihr zu helfen, hatte Reitz ihr eine Packung Munition auf den Tisch geknallt und sie aufgefordert, sich endlich umzubringen. Mit den anderen Kollegen wettete er anschließend Geld darauf, ob sie es auch wirklich tun würde. Für Lotze steht damit fest, dass der Dienstgruppenleiter Christine Kallmann in den Tod getrieben hat, und er klagt ihn wegen Totschlags an. Vor Gericht bestreiten die Beamten der Wache sämtliche Vorwürfe gegen ihren Chef. Bei Nachfragen Lotzes verweigern sie bei wichtigen Fragen die Antwort mit dem Hinweis, dazu hätten sie von ihrem Dienstvorgesetzten keine Aussagegenehmigung. Als es dann dem Verteidiger von Reitz auch noch gelingt, die Glaubwürdigkeit Sarah Wegerts zu erschüttern, scheint alles auf einen Freispruch des Angeklagten hinauszulaufen. Doch damit will Lotze sich nicht abfinden: Er nimmt sich noch einmal die Akten des Falls vor und stößt auf ein interessantes Detail...

Der Einbruch

02.05.2017 22:45 Uhr (45 Min)

Im Namen des Gesetzes - Der Einbruch - Episode - RTLplus

Vera Jeschke bringt ihren zwölfjährigen Sohn Tim ins Bett, als sie ein Geräusch im unteren Teil der Villa bemerkt. Sie eilt nach unten, um nachzusehen, was da vor sich geht, und trifft auf einen Einbrecher, der die junge Frau bewusstlos schlägt und fesselt. Dann schleift er sie in Richtung Pool. Durch die Geräusche aufgewacht, läuft der Ehemann und Vater Achim Jeschke durchs Haus. Er kann den Jungen und seine Frau nicht finden. Als er aus einem Fenster blickt, sieht er den Einbrecher über den Gartenzaum verschwinden. Durch den ausgelösten Alarm ist inzwischen die Polizei eingetroffen. Am Pool wird der am ganzen Körper zitternde Junge gefunden. Überall gibt es Blutspuren. Auf dem Grund des Beckens liegt reglos und gefesselt seine Mutter. Doch jede Hilfe kommt zu spät, die Frau ist tot. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den geflohenen Einbrecher. Es stellt sich heraus, dass es sich um den schon wegen einiger Delikte vorbestraften Charly Hemmer handelt, der als Transportarbeiter bei einer Sicherheitsfirma arbeitet. Als ihm die Ermittler auf den Fersen sind, kann er ihnen zunächst entkommen. Er lässt Kehler und Bonhoff jedoch eine Nachricht zukommen, in der er behauptet, dass er die junge Frau nicht umgebracht hat. Als er türmte, habe sie noch gelebt und lag gefesselt am Rand des Pools. Ähnliches ergeben die Untersuchungen von Dr. Duhler. Er stellt fest, dass Vera Jeschke einige Zeit am Poolrand gelegen haben muss, darauf deutet der große Blutfleck. Dann muss sie jemand ins Wasser geschoben haben, denn es zieht sich eine dünne Blutspur vom großen Blutfleck zur Kante des Pools. Bei den weiteren Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Junge Epileptiker ist und von der Betreuung seiner Mutter wesentlich abhing. Des Weiteren hat die Schwester der Mutter, die Kinderärztin ist, die ärztliche Betreuung des Kindes verantwortet. Eigenartig ist, dass Tim öfter Schwindelanfälle bekommen hat und dann, durch Stürze verletzt, von seiner Mutter aufopferungsvoll gepflegt wurde. Auch sind die Aussagen des Jungen widersprüchlich. Von dem Einbrecher Charly Hemmer erhalten sie Material, das beweist, dass Achim Jeschke von seiner Frau erpresst wurde. Demnach hatte er ein Motiv und die Gelegenheit, um seine Frau zu töten. Er brauchte sie nur das kleine Stück in den Pool stoßen. Achim Jeschke wird angeklagt, seine Ehefrau zur Verdeckung diverser Steuer- und Wirtschaftsvergehen ermordet zu haben. Im Verlauf des Prozess wird jedoch der wahre Tatverlauf enthüllt. Vera Jeschke litt an dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Sie hat ihren Sohn immer wieder misshandelt, sodass sie sich ständig um ihn kümmern musste. Dabei hat sie sich Tims Epilepsie zu nutze gemacht. Tims Tante, die den Jungen ärztlich betreute, deckte die Krankheit ihrer Schwester, weil sie hoffte, Tim und seine Mutter heilen zu können. Doch der Junge hielt diese Torturen nicht mehr aus. Als sich die Gelegenheit bot, stieß er seine Mutter in den Pool, um sich so von seiner Peinigerin zu befreien. Als der Vater hinzukam und seine Frau retten wollte, erkannte er, dass der Junge die einzig richtige Lösung gefunden hatte. Achim Jeschke wird wegen Totschlags durch Unterlassen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.